55. Tagung für Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

55. Tagung für Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Freitag, 18. September 2026 - Samstag, 19. September 2026

Programm

55. Tagung für Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
👉 Im Sinne einer Fortbildungsschulung für das ganze Team einer Zahnarztpraxis wurde die Bodenseetagung neu aufgestellt.
Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte bilden sich zu denselben Themen bei
denselben Referenten fort.
👉 Daher beginnt die Veranstaltung für Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter früher als sonst. Die Vortragszeiten sind
identisch mit den Zahnärzten.

Vorträge

Freitag, 18. September 2026, Stadttheater Lindau

09:00 Uhr

bis 09:30 Uhr

Begrüßung / Ehrungen – Einführung in das Tagungsthema Dr. Jochen Eble, Biberach

Dr. Jochen Eble Biberach

09:30 Uhr

bis 10:15 Uhr

Bio-psycho-soziale Zusammenhänge bei Zahnhartsubstanzdefekten: „allostatic load“ und Bruxismus als Folge von Angst, Ungewissheitstoleranz und Perfektionismus Prof. (em.) Dr. Ulrich T. Egle, MD, PhD, Freiburg/Breisgau (angefragt)

Prof. (em.) Dr. Ulrich T. Egle, MD, PhD
Prof. (em.) Dr. Ulrich T. Egle, MD, PhD Freiburg/Breisgau Prof. (em.) Dr. Ulrich T. Egle

Bio-psycho-soziale Zusammenhänge bei Zahnhartsubstanzdefekten: „allostatic load“ und Bruxismus als Folge von Angst, Ungewissheitsintoleranz und Perfektionismus. Zentrale Aufgabe unseres Gehirns ist eine bestmögliche Anpassung an Herausforderungen und dabei den Energieverbrauch so niedrig wie möglich zu halten („Allostase“). Bei längeren biologischen und psychosozialen Belastungen gelingt dies vielen Menschen nicht mehr. Über Stoffwechselveränderungen kommt es zu progredienten Zellalterungsprozessen („allostatic load“), welche die individuelle Lebenserwartung um 10 bis 20 Jahre verkürzen können. Vor diesem Hintergrund sollte sich die Zahnheilkunde nicht auf eine bio-medizinische Behandlung bzw. Vorbeugung von Zahnhartsubstanzdefekten beschränken, sondern deren Auftreten als Indikator für eine erhöhte Stressvulnerabilität sehen. Der Vortrag zeigt auf, wie dies in der zahnmedizinischen Praxis umgesetzt werden könnte.

10:15 Uhr

bis 10:45 Uhr

Pause

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Zahnärztliche Diagnostik im Abrasionsgebiss – Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD), Okklusion und Bruxismus PD Dr. M. Oliver Ahlers, Hamburg (angefragt) (Online)

PD Dr. M. Oliver Ahlers Hamburg

11:35 Uhr

bis 12:20 Uhr

Die richtige Schiene für eine erfolgreiche Therapie Prof. Dr. Ingrid Peroz, Berlin (angefragt)

Prof. Dr. Ingrid Peroz
Prof. Dr. Ingrid Peroz Berlin
Vor jeder Therapie steht die Diagnostik, so auch bei der Schienentherapie. Ein orientierendes CMD-Screening ist ein „Muss“. Der Ablauf dieser Untersuchungen sollte bekannt sein, um den Behandlungsablauf möglichst zügig zu unterstützen. Differenziert werden neben halb- oder vollkonfektionierten Schienen die individuell gestalteten Relaxierungsschienen, Reflexschienen und Positionierungsschienen. Je nach analoger oder digitaler Therapieform müssen Intraoralscanner, der Scanpfad und die Bestimmung der Kieferrelation beherrscht werden. Eine diagnosespezifische Schienentherapie, bei Bedarf eingebettet in ein multimodales Therapiekonzept, ist Voraussetzung für den Therapieerfolg.

12:20 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause/Mittagstisch in der Inselhalle/Besuch der Dentalausstellung

14:00 Uhr

bis 14:45 Uhr

Wie funktioniert der digitale Weg zur präprothetischen Schiene Fokus auf digitale Abformung Dr. Ingo Baresel, Cadolzburg (angefragt)

Dr. Ingo Baresel Cadolzburg
Fokus auf digitale Abformung

14:50 Uhr

bis 15:35 Uhr

Interdisziplinäre Aspekte der Diagnostik im Abrasionsgebiss (KFO bzw. Oralchirurgie) Univ.-Prof. Dr. med. dent. Michael Wolf, M.Sc., Aachen (angefragt)

Univ.-Prof. Dr. med. dent. Michael Wolf, M.Sc.
Univ.-Prof. Dr. med. dent. Michael Wolf, M.Sc. Aachen

15:35 Uhr

bis 16:10 Uhr

Pause

16:10 Uhr

bis 16:55 Uhr

Indikationen zur Schienentherapie bei CMD und im Abrasionsgebiss Prof. Dr. Alfons Hugger, Düsseldorf (angefragt)

Prof. Dr. Alfons Hugger
Prof. Dr. Alfons Hugger Düsseldorf
Okklusionsschienen werden häufig und überwiegend recht erfolgreich im Rahmen der Behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) eingesetzt. Die Ansichten zur Wirkungsweise, die Bedeutung schienenbezogener Kenngrößen sowie die Auswahl sachgerechter Schienentypen sind im Vergleich neuer Erkenntnisse aus der Oralphysiologie und Rehabilitationsmedizin von vielen überholten Vorstellungen geprägt. Besonderer Bezug soll genommen werden auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die bei der Leitlinienerstellung durch die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) zu verschiedenen Themengebieten in den letzten Jahren berücksichtigt und kritisch gewürdigt wurden.

17:00 Uhr

bis 17:45 Uhr

Was machen digitale Medien mit unseren Gehirnen?
Prof. Dr. Martin Korte, Braunschweig

Prof. Dr. Martin Korte
Prof. Dr. Martin Korte Braunschweig
Die digitale Entwicklung ist mit vielfältigen, positiven Aspekten verbunden, aber auch mit Herausforderungen für die mentale Gesundheit. Aber wieviel Mediennutzung ist im Alltag noch gesund? Prof. Dr. Martin Korte erläutert die Auswirkungen der Mediennutzung auf die Konzentration, die Aufmerksamkeit und die Fokussierung im Arbeitsalltag. Wie wirkt sich die digitale Reizüberflutung, der wir uns tagtäglich aussetzen, auf unser Gehirn, unser Denken, unser Verhalten aus? Er zeigt unter anderem, wann digitale Mediennutzung dem Gehirn schadet und wann sie es fördert, warum Multitasking ein Märchen ist und gibt konkrete Empfehlungen für einen gesunden Umgang mit digitalen Technologien im Alltag.

ab 18:00 Uhr

Dental-Connect mit den Ausstellern bei Essen, Getränken und Musik, Inselhalle Lindau

Samstag, 19. September 2026, Stadttheater Lindau

09:00 Uhr

bis 09:45 Uhr

Minimalinvasive prothetische Konzepte im Abrasionsgebiss Univ.-Prof. Dr. med. dent. Petra Gierthmühlen, Düsseldorf (angefragt)

Univ.-Prof. Dr. med. dent. Petra Gierthmühlen
Univ.-Prof. Dr. med. dent. Petra Gierthmühlen Düsseldorf
Abgenutzte Zähne durch nichtkariöse Defekte treten heute immer häufiger auf – auch bei jüngeren Patienten. Während die Zähne früher stark beschliffen und mit Vollkronen versorgt wurden, stehen heute zahnschonende, minimalinvasive Lösungen im Vordergrund. Für eine erfolgreiche Behandlung ist ein gut abgestimmtes Zusammenspiel im Team entscheidend. Neben der Planung und Durchführung durch den Zahnarzt spielt vor allem die ZFA eine wichtige Rolle. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung den Praxisalltag zunehmend. Anhand von Fallbeispielen wird gezeigt, wie minimalinvasive Versorgungen heute umgesetzt werden und wie digitale Workflows sinnvoll in den Praxisalltag integriert werden können.

09:50 Uhr

bis 10:35 Uhr

Nachsorge und Erhaltungstherapie nach umfangreichen Versorgungen im Abrasionsgebiss Dr. med. dent. Sarah Blender, M.Sc., Ulm (angefragt)

Dr. med. dent. Sarah Blender, M.Sc.
Dr. med. dent. Sarah Blender, M.Sc. Ulm

Die Therapie von Patienten mit einem ausgeprägten Abrasionsgebiss erfordert in der Regel komplexe und umfassende Behandlungskonzepte. Um das erreichte Therapieergebnis langfristig zu erhalten, ist eine strukturierte Nachsorge und Erhaltungstherapie von zentraler Bedeutung. Diese umfasst neben der Sicherung des funktionellen und ästhetischen Ergebnisses auch ein fundiertes Verständnis der ursächlichen Faktoren, sowie eine an den Patienten individuell angepasste zahnärztliche Nachsorge.

Bereits in der Planungs- und Therapiephase werden dafür wichtige Grundlagen gelegt: Eine geeignete Materialauswahl sowie eine parodontalhygienische Gestaltung des Zahnersatzes tragen maßgeblich zur Langlebigkeit der Versorgung bei. Ebenso entscheidend ist die frühzeitige Aufklärung, Sensibilisierung und aktive Einbindung des Patienten in die Ursachenanalyse, beispielsweise im Hinblick auf das Putzverhalten oder parafunktionelle Aktivitäten.

Die Festlegung individueller Recall- und Monitoringintervalle ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Komplikationen und einen möglichen Anpassungsbedarf. Besondere Bedeutung hat dabei auch die Integration präventiver Maßnahmen wie Schienentherapien oder Verhaltenstraining. Ziel ist eine langfristige Stabilisierung der oralen Situation und die nachhaltige Sicherung des Therapieerfolgs.

10:35 Uhr

bis 11:00 Uhr

Pause

11:00 Uhr

bis 11:45 Uhr

Die chirurgische Kronenverlängerung zur Rettung tief zerstörter Zähne Dr. Raphael Borchard, Münster (angefragt)

Dr. Raphael Borchard
Dr. Raphael Borchard Münster
Eine erfolgreiche perioprothetische Behandlung erfordert ein ausreichendes Maß gesunder Zahnsubstanz, welches häufig nur mittels chirurgischer Kronenverlängerung erreichbar ist. Diese gewährleistet Retention, Hygienefähigkeit und ermöglicht die Realisierung ästhetischer Ziele im sichtbaren Bereich. Voraussetzung für ein langfristig entzündungsfreies Ergebnis ist die Respektierung des suprakrestalen Attachments, welches einschließlich Sulkustiefe rund 3mm beträgt. Die Indikation zur chirurgischen Kronenverlängerung ergibt sich bei zu geringer Restsubstanz oder primär zu kurzer klinischer Krone, bei subgingivaler Karies und weit subgingival liegenden Kronenrändern mit starker Entzündungsreaktion. Darüber hinaus gewinnt das Verfahren bei ästhetischen Anpassungen im Frontzahnbereich an Bedeutung, insbesondere bei asymmetrischem Gingivaverlauf. Neben den wichtigen Entscheidungsparametern im Rahmen der Diagnostik werden verschiedene Operationstechniken anhand klinischer Beispiele dargestellt und diskutiert.

11:50 Uhr

bis 12:35 Uhr

Chairside-Konzepte der Behandlung des Abrasionsgebisses Dr. Charlotte Bauder, Ulm (angefragt)

Dr. Charlotte Bauder Ulm

Unterstützend durch ausgewählter Fallbeispiele wird dargestellt, wie die ästhetische und funktionelle Rehabilitation von Patienten mit ausgeprägtem Verlust an Zahnhartsubstanz unter Berücksichtigung der jeweiligen Ätiologie erfolgreich umgesetzt werden kann. Dabei werden unterschiedliche restaurative Therapiekonzepte vergleichend beleuchtet.

Es werden klinische Fälle vorgestellt, darunter ein 54-jähriger Patient mit bekannten Allergien gegen verschiedene Lokalanästhetika, Chlorhexidin-Bis(D-gluconat) sowie Kobalt-Chrom-Legierungen sowie ein 75-jähriger, finanziell eingeschränkter Patient. Dabei wird mithilfe einer Schritt-bei-Schritt-Anleitung dargestellt wie solche komplexen Fälle durch das Praxisteam erfolgreich behandelt werden können. Spezifika in der Vorgehensweise bei einer Vorbehandlung mit einer herausnehmbaren beziehungsweise festsitzenden Vorgehensweise zur Veränderung der Vertikalrelation werden dargestellt. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Phase werden unterschiedliche Konzepte der definitiven Versorgung präsentiert und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile diskutiert.

Anhand der Patientenbeispiele werden die Möglichkeiten der Versorgung von ausgeprägten Zahnhartsubstanzdefekten sowohl mittels unterschiedlicher Werkstoffe (Lithium-Disilkat, metallische Restaurationen) gezeigt. Material- und indikationsspezifische Aspekte werden an entsprechenden Beispielen dargestellt.

12:35 Uhr

bis 12:45 Uhr

Verabschiedung Dr. Jochen Eble, Biberach

Dr. Jochen Eble Biberach

Seminare

Freitag, 18. September 2026, Inselhalle Lindau

14:00 Uhr
bis 16:15 Uhr

14:00 Uhr

bis 16:15 Uhr

Aktualisierungskurs – Kenntnisse im Strahlenschutz nach StrlSchV für Zahnmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Leonardo Giarmana, Schramberg

Leonardo Giarmana Schramberg
Curriculum Vitae
  • 14:00 - 15:00 Uhr
    Aktualisierungskurs Kenntnisse im Strahlenschutz – Teil 1
  • 15:15 - 16:15 Uhr
    Aktualisierungskurs Kenntnisse im Strahlenschutz – Teil 2

Samstag, 19. September 2026, Inselhalle Lindau

09:00 Uhr
bis 12:00 Uhr

09:00 Uhr

bis 12:00 Uhr

GOZ - nicht nur zum Zähneknirschen Dr. Herbert Martin, M.A., Balingen

Dr. Herbert Martin, M.A.
Dr. Herbert Martin, M.A. Balingen
Curriculum Vitae
  • 09:00 - 10:30 Uhr
    Seminar GOZ – Teil 1
  • 10:30 - 10:45 Uhr
    Pause
  • 10:45 - 12:00 Uhr
    Seminar GOZ – Teil 2